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1Ich habe jahrelang versucht, meine Herkunft zu verheimlichen, war nicht besonders stolz darauf, aus einem kleinen Dorf im Nordschwarzwald zu kommen. Ich habe die (verglichen mit meinem Gesamtleben doch relativ kurze) Zeit, die ich im Ausland verbrachte, stets in den Vordergrund gerückt und in den sozialen Netzwerken großzügig London als meine Heimatstadt angegeben. Irgendwann habe ich mich gefragt, warum ich das mache, warum ich geradezu zwanghaft versuche, meine Herkunft zu verbergen.

Meine Mama hat immer gesagt, „wenn eine Katze im Fischladen Junge bekommt, werden das keine Fische.“ – und ich vermute, darin liegt ein großer Teil meiner Identitätsproblematik begraben: Ich bin im Schwarzwald geboren, habe mich dort immer heimisch gefühlt, aber von meinem Elternhaus gleichzeitig erfahren, dass ich, weil meine Eltern selbst  „nur Zugezogene“ waren, nie ein echtes „Schwarzwaldmädel“ sein könne.

„Alles Bullshit“ sage ich heute. Ich bin ein echtes „Schwarzwaldmädel“ – keines mit Bollenhut, allenfalls eines mit Haube – aber ich werde meine Heimat, meine Herkunft nicht mehr verleugnen, denn Heimat ist cool, der Schwarzwald ist cool und das Murgtal erst recht.

Deshalb habe ich beschlossen, unter dem großen Thema „Heimatglam“ zu bloggen, da mein Blick auf die Welt immer der des „kleinen Schwarzwaldmädels“ sein wird. Ich bestaune, analysiere und liebe das Leben mit all seinen Facetten und darüber will ich schreiben.

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