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viel hilft viel

Ich habe meine 11-jährige Tochter am Wochenende mitgenommen – zum “Tag der offenen Türe” bei den Lebenshilfe-Behindertenwerkstätte. Warum? Weil ich möchte, dass sie (im Gegensatz zu vielen anderen Kindern und Jugendlichen) erkennt, dass “man bist du behindert” kein Schimpfwort ist. Weil ich möchte, dass sie versteht, dass anders einfach nur anders und mehr nicht ist. Weil ich möchte, dass sie sieht, dass Menschen mit Behinderungen die gleichen Interessen haben, wie Menschen ohne Behinderungen. Und weil ich möchte, dass sie versteht, dass Leistung ein ganz relativer Begriff ist und dass jeder so viel leisten kann, wie er eben kann – nicht mehr und nicht weniger. So sind Menschen mit Behinderungen durchaus im Stande zu unserer Wirtschaft beizutragen, jeder nach seinem Können – von anderer Seite hört sie nämlich öfter, dass Behinderte keine “Lebensberechtigung” haben und sowieso nur Geld kosten. Ich möchte nicht, dass mein Kind so denkt,  ich will, dass sie weniger Mitleid als Verständnis entwickelt, will dass sie dazu beiträgt, dass Integration nicht nur eine Rampe und ein Schild in Blindenschrift ist- Integration ist ein großes Wort, dass es nur gibt, wenn wir es mit Leben füllen – denn so lange es noch Menschen gibt, die “hätte man die mal lieber abgetrieben” – – ist die ganze Integrationsdebatte ohne für den Müll. Deshalb zeige ich meiner Tochter diese Dinge, deshalb besucht sie integrative Ferienlager und kann (Gott sei Dank) ohne jegliche Ängste oder Vorurteile, aber dafür mit einem offenen Herzen auf jeden Menschen zu gehen. Mein kleiner Beitrag dazu, dass die Welt nicht nur am Leben bleibt, sondern besser wird!

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