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Willkommen in Belgirate

Ich liebe Italien und ich liebe den Lago Maggiore  – besonders dieses unglaublich charmante Retro-Feeling, das Dich auf einen Schlag zurück in die 50er Jahre versetzt, hat es mir angetan. Was ich allerdings gar nicht mag, ist Massentourismus, Menschen, die sich schlecht gelaunt durch irgendwelche Sehenswürdigkeiten plagen – unentspannt ihren Reiseführer oder besser gesagt ihre “Italien-App” abarbeiten.

Es musste also ein Ferienhaus her, das beides möglich macht – den Lago erleben und dem Massentourismus entkommen. Ich habe lange gesucht und bin dann – ganz zufällig – auf das Dorf Belgirate (gelegen zwischen Arona und Stresa) gestoßen. Witzigerweise

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das Traumferienhaus AL25 – nicht mit dem Auto zu erreichen und nur eine halbe Minute vom See entfernt. Im mittelalterlichen Ortskern von Begirate gelegen

riet der Internet-Reiseführer eher von Belgirate ab: kleines Dorf, ein paar Hundert Einwohner, wenig Infrastruktur, kaum Touristen (besonders Deutsche) und wenig Übernachtungsmöglichkeiten. Belgirate schien von Anfang an wie für uns geschaffen. Ich habe dann tatsächlich unser Traumferienhaus gefunden, gebucht (privat über ein kleines italienisches Unternehmen) und auf den Urlaub gefreut.

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AL25 in Belgirate – Urlaub ohne Ablenkung

Belgirate hat übrigens trotz entgegenlautender Hinweise, tatsächlich alles, was man braucht (oder im Urlaub auch nicht braucht, wie etwa Internet oder Handyempfang). Es gibt dort eine handvoll Hotels, gute (!) Restaurants, ein kleines “Pub”, einen Lido mit Beachbar, eine Post, eine Bushaltestelle, einen Bahnhof (ideal für Ausflüge nach Mailand oder Domodossola) und einen “Tante Emma-Laden”/Supermarkt, in dem man sich als Ferienhausbewohner durchaus angemessen und nicht zu teuer verpflegen kann.

Touristen gibt es hier wirklich fast nicht und wenn, dann kommen sie aus Italien oder Frankreich – wir sind tatsächlich aufgefallen, aber immer ausgesprochen nett aufgenommen worden. Vielleicht auch, weil wir uns tatsächlich die Mühe gemacht haben, wie alle anderen in Belgirate im ortsansässigen Sparmarkt einzukaufen.

Das Dorf an sich ist ein echter Traum – enge Gassen, jahrhunderte alte Häuser, alles erinnert hier an längst vergangene Zeiten, es lohnt sich – auch für Ausflügler aus anderen Orten – das Auto am See stehen zu lassen (Parkplätze kostenlos) und einmal den Ort und nicht nur die bezaubernde Seepromenade zu erkunden. Das Ferienhaus ist übrigens auch hunderte Jahre alt – aber ausgesprochen stilvoll mit antiken Möbeln eingerichtet – es war gemütlich, authentisch, sauber und schlicht schön – mit kleiner Terrasse, die den Kontakt zum Nachbarn fast schon obligatorisch macht. Sehr empfehlenswert, sehr nett!

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Urlaub am Lago Maggiore – Vintagecharme von den 50ern direkt ins Mittelalter.

Belgirate hat auch eine Tourist-Information, in der man sich gut mit English unterhalten kann. Dort werden auch die Tickets für den Bootsverkehr verkauft. (Bus- und Bahntickets kauft man beim Einstieg in dieselben) Auch wenn man keinen Bock auf Massentourismus hat, sollte man die Isola Bella, Pesciatore und Madre unbedingt gesehen haben – spätestens im weitläufigen Botanischen Garten der Isola Madre ist ohnehin nicht mehr viel von den Busladungen aus England, Deutschland oder Holland mehr zu sehen. Das Gute: Man kann direkt in Belgirate )(etwa 2 Minuten Fußmarsch vom Ferienhaus entfernt) in die Boote einsteigen, die einen auf die Inseln bringen. Das wundervolle Felsenkloster Santa Caterina del Sasso ist ebenfalls nach nur zehn Minuten Bootsfahrt von Belgirate aus zu erreichen. Die Fahrtkosten sind auch für Familien durchaus erschwinglich.

Auch Stresa und Arona sind einen Ausflug wert und wer es elegant mag, fährt mit Boot, Bahn oder Bus an das Schweizer Ende des Sees – nach Ascona oder Locarno. Ich empfehle, das eigene Auto den Urlaub über stehen zu lassen. Die Verkehrssituation ist am See eigentlich immer chaotisch und der ÖPNV ist wirklich gut und entgegen aller Klischees – auch auf die italienischen Seite durchaus zuverlässig.

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Blick auf den historischen Kern von Belgirates

 

Das alles zusammen, das tolle Wetter und der See, meines Erachtens einer der schönsten in ganz Europa, machen Belgirate zu einem Traumurlaubsziel, das ich uneingeschränkt jedem empfehlen kann. PS: Ja, man kann im Lago Maggiore auch schwimmen – das machen deutsche Touristen zwar eher selten, die Italiener und Franzosen schwören aber darauf. Wir haben auch das ausprobiert – das Wasser ist herrlich – nicht zu kalt und auch recht sauber, die Strände – auch die kostenlosen, sind der Hammer. In Belgirate gibt es am Lido, der keinen Eintritt kostet, Toiletten und Umkleidekabinen, es wird dort auch regelmäßig sauber gemacht und die Beachbar macht tollen Espresso – genauso wie die Bar “Charlie Brown”!

 

 

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Impressionen aus Belgirate: Straßen, die nicht für Autos gemacht sind. Himmlisch retro und ruhig – außer wenn die italienischen Nachbarn sich von Haus zu Haus unterhalten.

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Straßenaltäre, Kirchen und Kapellen gibt es im historischen Kern von Belgirate an jeder Ecke

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