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… in die Verbandsliga Baden genauer gesagt. Denn während andere schon im EM-Fieber schwelgten und sich auf #GERITA freuten, war ich (mit ein paar anderen Hundert hartgesottenen) im Städtischen Stadion zu Bruchsal, um mir das Freundschaftsspiel des 1. FC Bruchsal gegen den Karlsruher SC anzuschauen…

sportlich sicher keine Offenbarung – am Ende stand es 5:0 für den Zweitligisten – aber  trotzdem ein Spiel mit Charme. Manchmal macht es einfach ein bisschen mehr Spaß, die gar nicht oder wenig verdienenden Spieler zu beobachten, die Fans im überschaubaren Stadion zu belauschen, alte Freunde zu treffen – denn das ist es, was den Fußball ausmacht. Nicht die millionenschwere Elite ganz oben, die derzeit in Frankreich verweilt.

Versteht mich nicht falsch, natürlich hat auch hochklassiger Fußball seine Reize und wer seinen Ausweis schätzt, entwickelt sicher auch bei Internationalen Wettbewerben einen gewissen Nationalstolz. Ich freue mich aber immer noch mehr über ein Spiel, bei dem der Trainer der Einlaufkinder mit den Kiddies am Spielfeldrand steht und den etwa 8- bis 10-jährigen den Fußball der “Großen” erklärt. Etwa: “So müsst Ihr das machen, passen, auch mal zur Seite oder nach hinten, Ihr nehmt immer nur den Ball und rennt dann alleine nach vorne. So geht das aber nicht, Ihr könnt hier beim Zuschauen eine ganze Menge über richtigen Fußball lernen” – wir sprechen wohlgemerktIMG_2934 vom Freundschaftsspiel des 1. FC Bruchsal gegen den KSC – aber hey, die Jungs hatten Spaß.

Denn im Städtischen Stadion darf man Spieler (auch aus der 2. Liga) noch direkt ansprechen und um ein Autogramm aufs neu erworbene Trikot bitten. (Großes Kompliment auch an die Profis, die geduldig wirklich jeden Autogrammwunsch erfüllt haben) – das ist Fußball, so kann man den Nachwuchs begeistern. Mit Profis hautnah, Bratwurst, Cola und Eiscreme…

Keine Hooligans, keine bösen Worte, Sonnenschein und ein schönes Spiel – ging um nix, aber das macht ja nix, denn immerhin konnte man ja viel lernen – von den “Großen”.

Kleine Notiz am Rande: Die U12 belauscht: Spieler 1: “Ich möchte, wenn meine Karriere mal so richtig anfängt unbedingt zum KSC. Du kommst mit (zu Spieler 2). Dann spielen wir dort zusammen als Profis. Und danach geh ich zu Bayern und Du zu Dortmund” – Es ist schön zu sehen, dass (unbedeutende) Spiele, wie dieses heute, Träume wecken und gute Laune schaffen. Und selbst wenn die Träume nicht wahr werden, hatten die Jungs doch einen tollen Tag, den sie bestimmt nicht so schnell vergessen.

 

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