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Sükrü im Verkaufsgespräch

Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein bekennender Fan von TrashTV bin. Schnäppchenhäuser, Auswanderer, Küchengötter oder Flohmarktkönige – ich kann mir an einem regnerischen Sonntag oder während einer langen, schlaflosen Nacht nichts Schöneres vorstellen, als trashige TV-Dokus zu schauen.
Umso mehr hat es mich gefreut, als unsere Redaktion eine Einladung zum Dreh für den “Trödeltrupp” bekam.

Ja, ich hatte schon öfter das Vergnügen, den Aufnahmen zu derartigen Produktionen beizuwohnen und es war eigentlich nie ein Vergnügen – penetrante Security, nervige Aufnahmeleiter und allerlei wichtige Leute, die nur dazu da sind, einem das eigene berufliche Leben unglaublich schwer zu machen – so war es am Samstag in Menzingen übrigend auch. Ob Pro7, RTL2 oder Vox – das haben sie wirklich alle gemein, dieses Real-Life-Dokus…

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Was mich jedoch beim “Trödeltrupp” wirklich beeindruckt hat, ist, wie wenig bei diesem Format tatsächlich gestellt wird. Alle Verkaufsgespräche, die ich beobachten konnte, waren nicht gescriptet, alles war extrem real life und wurde mehr oder minder 1:1 und live gefilmt. Die Trödler jedoch werden ganz gezielt eingeladen bzw über Facebook informiert, wann und wo ein Verkaufstag stattfindet.

Das beschreibt auch schon das Konzept der Sendung ganz gut: Der Trödeltrupp, Otto, Mauro und Sükrü besuchen Menschen in – sagen wir mal – schwierigen Lebenslagen, die aus den unterschiedlichsten Gründen jede Menge Schrott, Trödel, Kitsch und Krempel angesammelt haben. Drei Tage lang wird analysiert, was, wie verkauft werden kann, danach gibt’s den großen Flohmarkt, bei dem möglichst viel Geld für die jeweiligen Protagonisten erzielt werden soll.

Besonders toll fand ich das Angebot am Samstag in Menzingen nicht, ich kann auch nicht beurteilen, ob und wie viel Geld tatsächlich umgesetzt wurde – aber in jedem Fall war der Andrang riesengroß. Die Menschen standen tatsächlich hunderte Meter auf der Straße Schlange, um in die Verkaufsräume zu kommen. Dort gab es vom schrottreifen Oldtimer bis hin zur Grusel-Clownsammlung wirklich alles, was man sich vorstellen kann, aber nichts wirklich Herausragendes… über die Familie, die Geschichte hinter dem Besuch des Trödeltrupps und über den Erlös der Aktion hüllt sich RTL2 übrigens in Schweigen – angeblich aus Datenschutzgründen, vermutlich aber wohl eher, um die Quote bei der Erstausstrahlung nicht zu ruinieren.

Mauro Corradino vom RTL2-Trödeltrupp

Mauro Corradino vom RTL2-Trödeltrupp

 

Fazit: Nicht ganz, was ich erwartet habe, leider keine Schnäppchen für die eigene Trashsammlung, aber ein netter Vormittag mit der Lieblingskollegin und ihrem wundervollen, wenn auch zur Zeit etwas zugigen, Kultauto “Theo”. 

 

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