≡ Menu
corners-top

Ich habe mal wieder einen Artikel für das Karlsruher online-Magazin ka-news.de geschrieben. Dieses Mal geht es um das Modelabel “Get Lazy”, das – angesiedelt im “Perfekt Futur” auf dem Schlachthof-Areal in Karlsruhe – faire, komfortable und individualisierbare Mode macht.

Das Label steht noch ganz am Anfang, hat mit einer Kickstarter-Kampagne das nötige Startkapital gesammelt und durch sein einzigartiges Konzept schon bundesweit Fans gewonnen.

Den kompletten Artikel könnt Ihr hier nachlesen: Get Lazy bei ka-news

getlazy

Ihr wisst ja schon, dass ich ein bekennender Weihnachtsfan bin und dass für mich jetzt die großartigste Zeit des Jahres angefangen hat. Mein einziges Problem ist tatsächlich, dass ich viel zu viel Weihnachtsschmuck besitze – kistenweise Kugeln, Glitzer, Lichter… und da ich jedes Jahr neue Schönheiten kaufen möchte, hab ich im Internet nach Ideen gesucht, was ich mit meinen überschüssigen Kugeln machen kann.

Angefangen habe ich mit einem “Kugelkranz”, den Ihr ganz leicht nachbasteln könnt. Was Ihr braucht, ist eigentlich nicht viel. Ihr besorgt Euch im Floristen- oder Bastelfachhandel einen Halbkranz aus Styropor, eine Heißklebepistole, bei Bedarf einen Unterteller für die Konstruktion und jede Menge Weihnachtskugeln (je nach Lust und Laune einfarbig oder gemustert, bunt, in unterschiedlichen Größen) – bei den Halbkränzen könnt Ihr auch die Größe variieren, für eine ordentliche Tischdeko empfehle ich Euch einen Durchmesser von 30 cm.

img_4559

Styroporkranz aus dem Floristenfachhandel (ca 2 Euro)

Die vier  größten Kugeln verteilt Ihr zuerst gleichmäßig auf den Kranz, dann kommen innen und außen zur Umrandung – je nach Geschmack – die Kleineren. Zwischendurch empfiehlt es sich, immer wieder kleine Pausen zu machen, damit der Kleber richtig fest wird, dann einfach Zug um Zug weiterkleben, dabei immer symmetrisch vorgehen, damit der Kranz gleichmäßig aussieht. 

img_4539

Zwischenstufe

Am besten eignen sich die ganz kleinen Kugeln (etwa 1cm Durchmesser) zum Ausfüllen der Löcher, damit am Ende auch ja kein Styropor mehr sichtbar ist. Eurer Phantasie sind da tatsächlich keine Grenzen gesetzt und es spricht natürlich auch nichts dagegen, zusätzlich andere Figuren zu verwenden, ich mag aber – wenn es schon so bunt ist – die Harmonie der Kugel. Ich habe insgesamt zwei Abende an meinem Kranz gearbeitet, er ist aber auch ziemlich “opulent” geworden (und ja, ich gebe zu, ich habe natürlich auch Kugeln dazu gekauft).  In die Mitte könnt Ihr übrigens auch gut eine Kerze oder (ist auf jeden Fall sicherer) ein LED-Licht stellen, das erzeugt tolle Leuchteffekte.

Der Kranz ist auch für Bastelanfänger leicht nachzumachen. Das Tolle daran ist, dass auch Kugeln, die am Baum nicht mehr schön aussehen, im Kranz toll zur Geltung kommen – man muss also auch den atmodischen Kram mit den Farben von vor drei Jahren nicht mehr entsorgen.

img_4561

Mein neuer Dekokranz

 

1a

Wer es rasant, actionreich und sportlich mag, der sollte unbedingt einmal Padel ausprobieren. Der spanische Volkssport – eine Mischung aus Squash und Tennis – ist noch relativ neu in Deutschland.  Einer der Vorreiter-Vereine, was die Popularität von Padel betrifft, ist der TC Grötzingen, der im Juli zwei Padelplätze mit Outdoor-Lounge eröffnet hat. Fans von Padel sagen, es sei der „coole Bruder vom Tennis“ – einfach schneller, moderner, attraktiver – mehr Herausforderung. Den Gegner im Visier, die Wand im Rücken, den Partner an der Seite – wird Padel  in einem „Glaskäfig“ und immer im Doppel gespielt. Das garantiert längere Ballwechsel und damit auch einfach ein Mehr an Spaß.

 0
 
 2a

Kein Wunder also, dass Padel in Spanien und Argentinien nach Fußball die beliebteste Ballsportart ist. Die Pro-Tour spielt dort immer vor mehreren Tausend Zuschauern und auch viele Tennisspieler und Profis aus anderen Sportarten schwören auf den Unterhaltungswert von Padel. So sagt die französische Tennislegende und der eingefleischter Padel-Fan Henri Leconte beispielsweise: „Padel ist technisch einfach, man lernt das Spiel schnell und es bringt enormen Spaß. Es bietet all das, was viele Gelegenheitsspieler beim Tennis manchmal vermissen.“

Wer Padel ausprobieren möchte, kann beim TC Grötzingen jederzeit einen Platz mieten, wer Padel mit fachlich-kompetenter Anleitung testen möchte, bucht eine Trainerstunde dazu. Den typischen Padelschläger aus Kunststoff und Padelbälle gibt es in dem vereinseigenen Shop zu leihen und zu kaufen.

Auch für Familien- und Firmenevents können die Padelplätze des TC Grötzingen mit ihrer komfortablen Outdoor-Lounge gemietet werden – beispielsweise für eine Weihnachtsfeier der etwas anderen Art, denn Padel lässt sich – bei trockener Witterung – das ganze Jahr über spielen.

Info unter www.tcg-padel.de

 

anhang-1

Obwohl ich kein Fan von Kochblogs bin, habe ich doch beschlossen, hier das eine oder andere Rezept zu posten – zum einen, weil ich einfach gerne koche und zum anderen, weil ich es liebe, neue Rezepte auszuprobieren. Heute gab es Cannelloni – gefüllt mit Spinat, Pfifferlingen, Räuchertofu und Bergkäse, dazu selbst gemacht Tomatensauce. 

Im Herbst liebe ich Gerichte mit Pfifferlingen – der Geschmack gehört für mich zu dieser Jahreszeit wie Kürbis oder Maronen. Wer die Pilze nicht frisch kaufen mag oder sich vor dem Putzen drücken will, nimmt TK-Ware. (gibt’s heute tatsächlich in jedem Discounter und die Quaität ist gar nicht mal so übel)


Zutaten für 3 Personen

Cannelloni-Röllchen für eine Auflaufform (Anzahl variiert je nach Größe, ich bevorzuge die kleinen Röllchen, davon passen etwa 20-24 in eine Form) – die kann man selbstmachen oder kaufen – das nimmt sich in der Qualität nicht viel

Füllung

500 gr frischer Spinat
250 gr Pfifferlinge (frisch oder TK – je nach Saison)
200 gr Räuchertofu
200 gr Heumilch-Bergkäse aus dem Allgäu
eine Schalotte
eine größere Knoblauchzehe
2 EL Sonneblumenkerne
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Muskat

Spinat putzen, kurz blanchieren, Pfifferlinge putzen und mit dem Spinat mischen. Räuchertofu in kleine Würfel schneiden, mit etwas Räuchersalz und Sojasauce marinieren, 15 min ziehen lassen, dann zum Spinat geben. Käse würfeln, ebenfalls dazugeben. Schalotte und Knoblauch schneiden und in einer Pfanne kurz mit Olivenöl anschitzen, dann ebenfalls zu der Mischung geben – nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Chili und Muskat würzen.

Die Masse in die Cannelloni-Rölchen füllen, diese in eine mit Olivenöl ausgestrichene Auflaufform gebe und den Backofen auf 190 Grad (Umluft) vorheizen.

Tomatensauce

1 Dose Tomaten (vorgeschnitten)
3 Fleischtomaten
frisches Basilikum
50 ml Sahne
150 ml Milch
Salz, Pfeffer, Knoblauch, Chili, eine Prise Zucker

Tomaten und Basilikum schneiden, mit den anderen Zutaten mischen und über die Cannelloni gießen. Die Form in den Ofen schieben und ca 30 Minuten bei 190 Grad backen. Beim Servieren je nach Geschmack frischen Parmesan und ein bisschen Kräuterquark oder Saure Sahne über die Cannelloni geben.
Guten Appetit!

 

12314556_10153414616238386_5095261118121090153_o

Weihnachtsdeko in Bruchsal

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude: Seit ich denken kann, freue ich mich auf Weihnachten – daran hat sich seit meiner Kindheit nicht viel geändert. Der Advent ist eine der schönsten Zeiten im Kalender, der Herbst überhaupt nur erträglich, weil es die “Perspektive Weihnachten” gibt. 

Aber ab wann darf ich mich eigentlich auf Weihnachten freuen? Ok, ich gebe zu, nach dem Urlaub, mit dem Ende der Sommerferien hält mich überhaupt NUR der Gedanke an die Weihnachtszeit bei der Stange, aber ich bin niemand, der im September schon Lebkuchen nascht. Tatsächlich bin ich da eisern – auch mit meinen Kindern – Weihnachtgebäck und Süßkram gibt es erst ab dem ersten Advent, genauso wie die festliche Deko. Denn diese Spannung ist es ja, die die Vorfreude überhaupt ausmacht.

Ende Oktober steigt die Spannung, dann gibt es erste Dekoartikel, Lichterketten, Rezepthefte zu kaufen – und ja, ich komme langsam in Stimmung. Die Heizung ist an, die Kuscheldecken ausgepackt – Kerzen, Räuchermännchen aus dem Erzgebirge – das alles weist den Weg in Richtung Advent. Ich liebe die Weihnachtszeit – die Düfte, die Leckereien – und die Tatsache, dass ich für meine Lieben Geschenke einkaufen kann, denn das macht mir tatsächlich (fast) mehr Spaß, als selbst Geschenke zu bekommen. Ich freue mich auf die Adventskalender, darauf, die Deko auszupacken und jede Menge neue Deko anzuschaffen, ich freue mich auf unseren Baum, die Suche danach und natülrich auch auf die Weihnachtsmärkte. Auf Glühwein und das Weihnachtskonzert meiner Tochter. Der Advent ist einfach die schönste Zeit im Jahr, so festlich, warm und familiär.

Und ich weiß nicht, ob es OK ist, sich schon im Oktober auf Weihnachten zu freuen, aber wenn draußen der Regen fällt und ich einen Grund brauche, die Wohnung zu verlassen, ist die erste Weihnnachtsdeko in den Schaufernstern meist ein gutes Argument. Ich glaube, der Herbst würde mich sehr depremieren, wenn es nicht die Vorfreude auf den Advent gäbe… like it or not… I LOVE KITSCH – I LOVE COOKIES – I LOVE CHRISTMAS!

img_1465

Sükrü im Verkaufsgespräch

Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein bekennender Fan von TrashTV bin. Schnäppchenhäuser, Auswanderer, Küchengötter oder Flohmarktkönige – ich kann mir an einem regnerischen Sonntag oder während einer langen, schlaflosen Nacht nichts Schöneres vorstellen, als trashige TV-Dokus zu schauen.
Umso mehr hat es mich gefreut, als unsere Redaktion eine Einladung zum Dreh für den “Trödeltrupp” bekam.

Ja, ich hatte schon öfter das Vergnügen, den Aufnahmen zu derartigen Produktionen beizuwohnen und es war eigentlich nie ein Vergnügen – penetrante Security, nervige Aufnahmeleiter und allerlei wichtige Leute, die nur dazu da sind, einem das eigene berufliche Leben unglaublich schwer zu machen – so war es am Samstag in Menzingen übrigend auch. Ob Pro7, RTL2 oder Vox – das haben sie wirklich alle gemein, dieses Real-Life-Dokus…

img_1468

img_1467

Was mich jedoch beim “Trödeltrupp” wirklich beeindruckt hat, ist, wie wenig bei diesem Format tatsächlich gestellt wird. Alle Verkaufsgespräche, die ich beobachten konnte, waren nicht gescriptet, alles war extrem real life und wurde mehr oder minder 1:1 und live gefilmt. Die Trödler jedoch werden ganz gezielt eingeladen bzw über Facebook informiert, wann und wo ein Verkaufstag stattfindet.

Das beschreibt auch schon das Konzept der Sendung ganz gut: Der Trödeltrupp, Otto, Mauro und Sükrü besuchen Menschen in – sagen wir mal – schwierigen Lebenslagen, die aus den unterschiedlichsten Gründen jede Menge Schrott, Trödel, Kitsch und Krempel angesammelt haben. Drei Tage lang wird analysiert, was, wie verkauft werden kann, danach gibt’s den großen Flohmarkt, bei dem möglichst viel Geld für die jeweiligen Protagonisten erzielt werden soll.

Besonders toll fand ich das Angebot am Samstag in Menzingen nicht, ich kann auch nicht beurteilen, ob und wie viel Geld tatsächlich umgesetzt wurde – aber in jedem Fall war der Andrang riesengroß. Die Menschen standen tatsächlich hunderte Meter auf der Straße Schlange, um in die Verkaufsräume zu kommen. Dort gab es vom schrottreifen Oldtimer bis hin zur Grusel-Clownsammlung wirklich alles, was man sich vorstellen kann, aber nichts wirklich Herausragendes… über die Familie, die Geschichte hinter dem Besuch des Trödeltrupps und über den Erlös der Aktion hüllt sich RTL2 übrigens in Schweigen – angeblich aus Datenschutzgründen, vermutlich aber wohl eher, um die Quote bei der Erstausstrahlung nicht zu ruinieren.

Mauro Corradino vom RTL2-Trödeltrupp

Mauro Corradino vom RTL2-Trödeltrupp

 

Fazit: Nicht ganz, was ich erwartet habe, leider keine Schnäppchen für die eigene Trashsammlung, aber ein netter Vormittag mit der Lieblingskollegin und ihrem wundervollen, wenn auch zur Zeit etwas zugigen, Kultauto “Theo”. 

 

ich habe für das online-Nachrichtenmagazin ka-news einen Tag mit Karlsruhes einziger Herrmaßschneidermeisterin verbracht. Spannend wars und sehr interessant. Das Ergebnis könnt Ihr hier lesen: http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/ein-tag-mit./Herrin-der-Scheren-An-einem-Anzug-arbeite-ich-bis-zu-60-Stunden;art6066,1963965

img_1358 img_1340

img_3864

Blick auf den Mummelsee

Ihr wisst ja schon, ich liebe den Schwarzwald. In erster Linie, weil er meine Heimat, meine Herkunft ist, aber nach einiges Jahren der Abstinenz mittlerweile auch endlich wieder als Ausflugsziel. Zugegeben, während meiner Jugend war mich nichts mehr zuwider als die Natur, das satte Grün und die dunklen Wälder – aber nach einigen Jahren der “Weltenbummelei” und mit einem Leben im Karlsruher “Großstadtdschungel” – oder besser Baustellenlabyrinth – weiß ich die relative Abgeschiedenheit durchaus zu schätzen. Und ja, ich stehe auch auf den Kitsch, die Bollenhüte und das ganze touristische Drumherum – für mich darf es da gerne ein bisschen mehr sein, wenn ich unterwegs bin, bin ich bekennender Ausflügler – mit allem was geht, von der Ansichtskarte bis hin zum Andenkenkitsch. Was früher eine “Landpartie” oder ein “Sonntagsausflug war, heißt heute vielversprechend “Weekend-Break” – aber egal wie man es nennt, tatsächlich ist so ein “Bruch” im Alltagsstress ganz angenehm. Und den kann man – wenn man in Karlsruhe lebt – hervorragend im Schwarzwald verbringen. Unlängst haben wir uns sogar ein Wochenende im Luxushotel am Mummelsee gegönnt, sind viel gewandert, haben “gechillt” – zumindest nennt das Kind es so – und  haben einige meiner Kindheitserinnerungen wieder aufleben lassen.

img_3892

Idylle am Mummelsee

img_3847

Am Mummelsee

Los ging es von Karlsruhe aus an den Mummelsee, wo wir für eine Nacht unser Quartier aufgeschlagen haben. Die Fahrt auf der A5 dauert eine gute Dreiviertelstunde – ohne Stau, versteht sich. Nach dem Einchecken – das Hotel ist übrigens wirklich empfehlenswert mitsamt Wellnessbereich und Restaurant – habe ich mir erst einmal einen Kindheitstraum erfüllt.

Denn da meine Eltern Nichtschwimmer sind, durfte ich NIE im Mummelsee Tretboot fahren. Da ich schwimmen kann, das Kind und der Engländer auch – musste das natürlich unbedingt auf die “To-Do-Liste”, auch wenn eine halbe Stunde auf dem überschaubar kleinen Mummelsee durchaus lang werden kann. Gewandert sind wir auf die Hornisgrinde – und zwar über den Grindenpfad. Der ist nicht nur für Kinder informativ und nett gestaltet, er gibt Einblicke in Fora, Fauna und Eigenheiten des Hochmoors. Die Aussicht auf dem Gipfel ist – bei schönem Wetter – phänomenal – und da es vom See aus über den Pfad schätzungsweise nur sechs Kilometer sind, ist diese Tour leicht zu schaffen. (Frösche, Rehe, Hasen und Aussichtsturm inklusive)

img_3879

Die Hornisgrinde – Blick auf den Aussichtsturm

img_3870

Die Aussicht vom Gipfel der Hornisgrinde

Die Gegend bietet mittlerweile Attraktionen für die ganze Familie, senioren- und kinderfreundlich – mit Spielplatz und Kunstpfad – aber auch mit einem dicken Herz für die “Biker”, die die Schwarzwaldhochstraße unsicher machen.

Eine erholsam ruhige Nacht, ein ausgesprochen opulentes Frühstücksbüffet, eine Souvenir-Shoppingtour – und weiter ging es an Tag 2 zur Ruine “Allerheiligen” und den Wasserfällen. Auch so eine Kindheiserinnerung – für mich eines der schönsten Fleckchen Erde überhaupt. Idylle – alles hier brüllt einem dieses fast vergessene Wort entgegen – und romantisch ist es noch dazu.

img_3901

Die Klosterruine “Allerheiligen”

img_3910

Die Wasserfälle “Allerheiligen”

Nach dem Spaziergang durch die Wasserfälle, die im trockenen Sommer nicht ganz so wild sind aber dennoch sehr sehenswert sind, und einer kleinen kunsthistorischen Lektion für das Kind in der Klosterruine, gab es die obligatorische Schwarzwälderkirschtorte/Eisbecher (quasi als Mittagsimbiss – im (Kurz)Urlaub geht das schon mal).

img_3903

Die Klosterruine “Allerheiligen”

img_3927

Die Wasserfälle “Allerheiligen”

Nächste Station: Schwarzenbachtalsperre – nicht ganz so blau und voll wie auf den Fotos, aber mit der imposanten Staumauer eigentlich immer einen Ausflug wert. Leider war nix mit Schwimmen und auch das eigens mitgebrachte Schlauchboot musste ob des schleimig-gelben Algenteppichs im Kofferraum bleiben, aber ein Spaziergang über die Staumauer und am Ufer entlang ist eigentlich immer drin. Wer sich für die Geschichte des Sees interessiert, der sollte die Mauer unbedingt überqueren, denn am Uferweg jenseits der Straße hat die ENBW Schautafeln zur Entstehung des Stausees aufgestellt – klein aber fein und in jedem Fall informativ.

Wer einen längeren Ausflug zur Schwarzenbachtalsperre plant, dem sei auch unbedingt der Fußmarsch an den Fuß der Mauer empfohlen – imposant der Blick in die Höhe und auch ein klein wenig gruselig. Immer mal wieder werden auch Führungen in und um die Staumauer angeboten, darüber sollte man sich aber im Internet vorab informieren, meines Wissens muss man sich dafür langfristig anmelden. Gastronomisch ist die Talsperre leider auch diesen Sommer eine Enttäuschung. Das durchaus sehenswerte Hotel-Restaurant hat geschlossen und verfällt langsam vor sich hin, ein Imbiss bietet “Deftiges für Biker” und am Kiosk kann man sich wenigstens mit Eis verpflegen. Wer mehr will, muss ins Tal hinab nach Forbach fahren, dort findet sich einiges an Gastronomie. Über Gernsbach, Gaggenau und Rastatt ging es dann für uns auf der A5 wieder zurück nach Karlsruhe.

img_3938

Blick auf die Schwarzenbach-Talsperre von der Staumauer aus

img_3940

Die Schwarzenbach-Talsperre vom Parkplatz an der Schwarzwaldhochstraße aus gesehen

Ein netter, kleiner Trip, der sich durchaus auch für einen Tagesausflug lohnt – für die ganze Familie und ganz besonders für Schwarzwald-Fans. Denn was der Verein “Naturpark Nordschwarzwald” dort mittlerweile auf die Beine gestellt hat, ist aller Achtung wert – auch verglichen mit den Angeboten während meiner Kindheit – ein paar Jahrzehnte ist das schon her.

Eigentlich habe ich mir ja geschworen, keine Koch- bzw- Backrezepte auf diesem Blog zu veröffentlichen, aber keine Regel ohne Ausnahme: Denn diese Himbeermuffins mit Vanillestreusel sind einfach zu gut!

Ich habe sie zum gemeinsamen Frühstück mit einer Freundin gebacken und sowohl ihr, ihrem Nachwuchs als auch meinem Anhang haben sie so gut geschmeckt, dass ich dieses (auch noch super einfache) Rezept unbedingt mit Euch teilen muss.


Für ein 12er-anhang-1-1Blech Muffins braucht Ihr:

Rührteig:
100g Butter
100g Zucker
200g Mehl
2 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
3 EL Milch
und etwa 350g frische, gewaschene Himbeeren (natürlich gehen auch TK-Himbeeren, dann wird der Muffin aber gerne etwas “matschig”)
 
Für den Teig mischt Ihr zunächst die Butter (Zimmertemperatur), den Zucker (und Vanillezucker), das Salz und die Eier und rührt bis alles schön schaumig ist, dann gibt Ihr abwechselnd Mehl und Milch dazu. Gerührt wird, bis ein zähfüssiger Teig entsteht, den man gut mit einem Esslöffel in die Muffinförmchen portionieren kann.
Los geht es mit einem Esslöffel Teig, dann eine Schicht Himbeeren, dann wieder Teig, Himbeeren etc… bis die Förmchen gut gefüllt sind – mit einer Schicht Himbeeren oben auf – darauf kommen dann abschließend die Streusel
 
Streusel:
1oog Mehl
60g Butter
40g Zucker
1 Prise Salz
ein Päckchen flüssiges Vanilleextrakt

 

Für die Streusel einfach Mehl mit der Butter, Zucker, Salz und dem Vanilleextrakt verkneten. Die Streusel zerbröseln und auf den Muffins verteilen.

 

Im Ofen bei 150 Grad (Umluft) auf der mittleren Schiene etwa 25 Minuten backen – bzw. bis die Streusel goldgelb sind.


… wie Ihr seht, wirklich kinderleicht und absolut lecker – auch für den Kaffeeklatsch zwischendurch!

viel Freude beim Nachbacken und guten Hunger!anhang-1

Schaut Ihr Paralympics im Fernsehen? Die meisten Sportfans verneinen diese Frage komischerweise immer noch vehement. Noch immer hängt dem “Behindertensport” ein Hauch von “Dabeisein ist alles” an. Dass aber gerade bei den Paralympics mittlerweile mindestens genauso viel Konkurrenzdenken und Medaillenzwang herrscht wie bei den olympischen Spielen, wollen viele Menschen – und besonders die Sportfans – nicht wahr haben. Behindertensport wird entweder glorifiziert und auf den Sockel der “moralischen Unantastbarkeit” gestellt oder schlicht nicht für voll genommen.

Ist aber natürlich bei den Paralympics lange nicht mehr so, trotzdem werden sie vom 0815-Fernsehzuschauer meist kaum wahrgenommen. Noch “schwieriger” wird es übrigens bei den Special Oympics, den Wettbewerben für Menschen mit geistiger Behinderung – zur Erklärung: bei den Paralympics sind nur Menschen mit körperlichen Einschränkungen am Start. Special Olympics werden oft gar belächelt, sporltiche Qualität sprechen wir den Wettbewerben gerne aus Sicht der “Normalos” und Nichtbehinderten ab.

Weit gefehlt – denn, jeder so, wie er kann und tatsächlich müssen sich Ehrgeiz und Spaß nicht ausschließen. Kinder wissen das noch, Erwachsene vergessen so was gerne. Der Baden-Marathon in Karlsruhe ist in Sachen Inklusion (also der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Wettkampf) ein echten Vorbild. Dieses Jahr wird erstmals ein Inklusionslauf angeboten, bei dem Nichtbehinderte in so genannten Tandems mit Menschen mit (geistiger) Einschränkung laufen. Sechs Kilometer in anderthalb Stunden ist die Vorgabe, das Tolle daran: Gestartet wird in der Günther-Klotz-Anlage, damit die Inkusionsläufer auch in den Genuss kommen, ins Marathonziel an der Messe Karlsruhe einzulaufen.

lh-inklusionstandems

Inklusionsteams der Lebenshilfe Karlsruhe

Mit gleich sieben Inklusionsteams ist die Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung am Start. Ein Interview mit der ÖA-Frau des Vereins, die übrigens auch selbst an den Start geht,  könnt Ihr aktuell bei ka-news lesen. Ich finde die Idee total schön, auch aus sportjournalistischer Sicht, denn ich bin es leid, immer darum kämpfen zu müssen, den Behindertensport auf den Sportseiten zu platzieren. Es ist doch scheißegal, wer unter welchen Umständen zu einem Wettbewerb antritt. Am Ende gibt es Sieger – egal wie viele – und die gehören geehrt und gefeiert. Da ist es nicht von Bedeutung ob wir von einem Weltrekord des Usain Bolt sprechen oder vom Finisher in einem Tandem-Team beim Baden-Marathon.

Ja, es sind “NUR” sechs Kilometer, ja, es geht um “NIX” und trotzedem: Genauso, wie die Paralympics ebensoviel mediale Aufmerksamkeit und Zuschauerinteresse verdient haben, wie die Olympischen Spiele, genauso verdient der Inklusionslauf den gleichen Applaus wie der “echte” Marathon.

Lasst uns doch einfach ALLE Sportler bewunder, die es schaffen, Leistungen zu bringen, die für sie herausragend sind, die tagtäglich ihren “inneren Schweinehund” überwinden, um besser zu werden und dabei Schmerzen und Anstrengungen in Kauf nehmen.

 

PS: Der Baden-Marathon findet am 25. September statt! Und es gilt: Wer nicht läuft, feuert an!

corners-bottom
Website by Mohawk Visuals      All content © Heike Schwitalla, All Rights Reserved   Impressum