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Dominik Buchfink ist seit mehr als 20 Jahren Friseur. Das Haareschneiden ist für aber ihn weit mehr als ein Beruf. Auch seine Freizeit widmet er Schere und Kamm: Seit 2013 gehört er der Deutschen Friseur Nationalmannschaft an. 2014 wurde er Einzelweltmeister und Vizeweltmeister im Team und auch 2017 war er erfolgreich: Erneut holte er den Titel, dieses Mal im Einzel und im Team.

Hartes Training: Ein Jahr Vorbereitung für die Weltmeisterschaft

Nachdem er 2014 in der Kategorie “Damen” an den Start ging und siegte, ist er dieses Jahr mit einem Herrenschnitt angetreten – und siegte wieder. “Die Themen sind jedes Mal anders, von ganz kreativ und wild bis hin zu tragbar und harmonisch”, erzählt er. Es gibt genaue Vorgaben, etwa, wie nass das Haar zu sein hat, wie es geschnitten und gestylt werden soll. “Vorbereitung ist da alles”, meint er.

Während des Wettbewerbs stehen dann rund 200 Friseure gemeinsam vor Publikum auf einer Bühne, werden von Schiedsrichtern überwacht, damit alles regelkonform verläuft. Geschnitten und gestylt wird auf Zeit, danach entscheidet eine Jury über den besten Schnitt, wer gewinnt, ist Weltmeister der Friseure.

Familientradition: Friseur aus Leidenschaft

Und der heißt 2017 Dominik Buchfink und kommt aus Wolfartsweier. Dort wohnt er, dort hat er seinen Salon. Eigentlich möchte ich hier auch nicht weg, obwohl man schon manchmal darüber nachdenkt, wie er selbst sagt.

Das “Friseurgen” hat er geerbt, er übt den Beruf schon in der dritten Generation aus, obwohl er als Jugendlicher gar nicht unbedingt Friseur werden wollte. “Ich habe mir mit der Entscheidung damals viel Zeit gelassen. Alle anderen wussten es eigentlich schon vor mir. Aber die Ausbildung im elterlichen Betrieb war letztendlich das Beste, was mir passieren konnte”, sagt der 35-Jährige.

Vom Zuschauer zum WM-Teilnehmer

Zu den Wettkämpfen kam er ursprünglich als Zuschauer: “Die Meisterschaften finden immer im Rahmen von Fachmessen statt, dementsprechend ist dann auch das Publikum vom Fach. So wie ich, ich war auch erst als Zuschauer dabei, fand die Wettbewerbe dann ganz toll und habe mir dann gesagt, dass will ich auch machen”.

Über Landesmeisterschaften hat er sich über die Jahre in die Nationalmannschaft der Friseure hoch gearbeitet, mit dem erneuten Titel hat er seine Karriere gekrönt: “Mehr geht eigentlich nicht mehr, ich habe alles erreicht, was man als Friseur erreichen kann”. Dementsprechend möchte Buchfink bei den nächsten Meisterschaften auch nicht mehr antreten. “Ich habe mittlerweile eine Familie und das viele herumreisen und die vielen Trainingswochenenden lassen sich damit einfach nicht mehr zusammenbringen. Meine Frau und mein Kind freuen sich darauf, endlich mehr von mir zu haben”, sagt der passionierte Figaro.

Auf dem Boden geblieben: Der bescheidene Starfriseur

Und weil Dominik Buchfink mit seinen Erfolgen gar nicht gerne “hausieren” geht, hat ihn eigentlich nur eines geärgert: “Dass die Stadt so gar nicht auf meine Erfolge reagiert hat”, berichtet er. “Man könnte meinen, dass ein Weltmeistertitel in einem Traditionshandwerk mindestens so wichtig ist, wie einer im Sport, aber dem ist leider nicht so.” Er hat Freunde und Familie, die für ihn die Werbetrommel rühren, denn mit seinen 35 Jahren blickt er jetzt schon auf eine Weltkarriere zurück und ist dennoch fest in seinem Wolfartsweierer Salon verhaftet.

Bescheiden freut er sich auf seine Stammkundschaft aus dem Ort genauso wie auf die ersten Promis, die sich nach solch einem Titelgewinn bereits angesagt haben. Etwa zwei Wochen muss man derzeit auf einen Termin bei dem bescheidenen Starfriseur warten, die Preise – eher moderat: Den Herrenschnitt gibt es ab 24, den Damenschnitt ab 46 Euro – dafür legt der Weltmeister aber auch selbst Hand an und verpasst auf Wunsch auch gerne seinen “Goldschnitt”.

Kennt Ihr das – manchmal möchte man einfach in einer anderen Haut stecken, jemand oder etwas ganz anderes sein… ? Nun, es gibt Menschen, die sich solche Träume erfüllen, die Phantasie leben und Legenden wahr werden lassen. Franzi aus Karlsruhe, zum Beispiel, ist in ihrer Freizeit eine Meerjungfrau. Das kling erst einmal komisch, aber die junge Dame steht tatsächlich mit beiden Beinen im Leben, hat es aber dennoch geschafft, sich mit dem “Mermaiding” ein ganz neue und eigene Traumwelt zu erschaffen – und das sogar noch Unterwasser.
Davon, dass “Mermaiding” gar nicht so versponnen ist, sondern eigentlich ein richtig anspruchsvoller und dazu noch kreativer Sport und davon, wie sie mit ihren Auftritte nicht nur Kinder glücklich macht erzählt sie in meinem Interview, das unlängst bei ka-news erschienen ist.
Das Schönste am Meerjungfrauen-Dasein: Kritiker und Menschen, die ihr Hobby für schlichtweg blöd halten, kann sie total ignorieren.

Falls Ihr mehr über Franzi und die Karlsruher Meerjungfrauen lesen wollt,

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Kennt Ihr das, Ihr findet etwas richtig toll, erzählt anderen davon und die Reaktionen sind – naja, sagen wir mal – mehr als durchwachsen? Mir ist es kürzlich so gegangen: Der Auftrag war: Schreib einen Artikel über “Books on the Run”. Eigentlich eine schöne Sache: Menschen kaufen Bücher, lesen sie und schicken sie dann – mit einem Sticker versehen – auf Reisen im ÖPNV, um damit auch anderen Menschen eine Freude zu machen.

Hat Fans überall auf der Welt – bloß nicht da, wo ich herkommen (Karlsruhe). Die Verkehrsbetriebe sprechen von “Vermüllung”, die Menschen die auf meinen Artikel reagiert haben, betrachten ausgelesene Bücher als Abfall, den man schnell loswerden mag. Blödsinn? Blödsinn! Dennoch habe ich wenig positives Feedback bekommen, aus Trotz beteilige ich mich jetzt selbst an dem Projekt – “vermülle” ebenfalls Straßenbahnen. Falls Ihr im Rhein-Neckar-Kreis also mal ein Buch mit dem “Books on the Run”-Sticker findet, könnte das durchaus von mir sein, oder auch nicht. Nehmt es mit, genießt es – und am besten erzählt jedem davon, auch im Netz mit Foto und Hashtag.

Ich weigere mich, zu glauben, dass diese Aktion wirklich so schlecht ist, wie sie derzeit geredet wird! Mehr dazu und alle Links, die Ihr braucht um mituzmachen oder Euch weiter zu informieren findet Ihr hier bei ka-news.

Influencer vs Mutmacher

Luca Kumm ist Youtuber aus Karlsruher, aber anders als andere so genannte “Influencer” ist er nicht nur an den meisten Likes und den neuesten Trends interessiert. Er leidet an einer Augenkrankheit, durch die er irgendwann erblinden wird und die ihn in seinem Alltag als “ganz normaler 22-Jähriger” immer wieder einschränkt und vor große Herausforderungen stellt. Aber denen stellt er sich und aufgeben ist für ihn keine Option.

Deshalb ist er auch eher ein Mutmacher, als ein Influencer. Luca hat eine Message, von der wir alle nur lernen können. Seine Geschichte lest Ihr hier: Luca Kumm bei ka-news

Ihr wisst ja, dass ich nicht so gerne Dinge aus meinem Leben preisgebe, aber hier enthülle ich mal wieder ein Stückchen HeimatGlam für Euch, für Karlsruhe und natürlich auch für alle anderen, die daran interessiert sind.

Inside Information CINEMA – meine Lieblingsfilme, im Artikel bei ka-news – und natürlich auch die meiner Kollegen! Ist ganz spannend die auch mal von einer anderen Seite zu erleben…

Eines der Eichhörnchen vom Alten Friedhof in Karlsruhe / Foto by Mark S.

Lange Nichts gehört – ich muss mich entschuldigen, der Blog lag über einen Monat “auf Eis” – too much to do too little time, sag ich da nur.
Heute möchte ich Euch eine Geschichte ans Herz legen, die ich für ka-news geschrieben habe. Einfach, weil es mal was ganz anderes – was fürs Herz – also fürs Tierfreundeherz – ist.

Die Eichhörnchen vom Alten Friedhof in der Karlsruher Oststadt “verfolgen” mich redaktionell schon eine ganze Weile. Immer mal wieder gibt es Menschen, die sich schützen, hegen und pflegen und sich für das Wohlergehen der kleinen Nager einsetzen. Mark S. ist einer dieser Tierfreunde. Über sein Hobby, die Tierfotografie hat der Berghausener Bekanntschaft und Freundschaft mit den kleinen Kerlchen vom Alten Friedhof geschlossen. Und ein Buch über seine Erlebnisse mit den possierlichen Tierchen geschrieben.

Seine Geschichte und die der Eichhörnchen vom Alten Friedhof könnt Ihr bei ka-news lesen, dort gibt’s auch den Link zum Buch von Mark S.

Viel Spaß!

Wohnungsnot in Karlsruhe?

Wie schlimm ist die Wohnungsnot in Karlsruhe wirklich? Müssen Menschen hier in Gartenlauben oder auf Campingplätzen hausen, weil es in der Fächerstadt keine (bezahlbaren) Wohnungen mehr gibt? Versagen die Behörden in ihrer Pflicht, den Menschen unterstützend zur Seite zu stehen?

Versagt die Stadt mit Ihrer Wohnungsmarktpolitik?

Darüber habe ich – gemeinsam mit Betroffenen – kürzlich einen Artikel bei ka-news veröffentlicht. Den könnt Ihr hier lesen:

http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Karlsruhe~/Wohnungsnot-in-Karlsruhe-Ich-lebe-seit-Jahren-in-einem-Gartenhaus;art6066,2008012

Let’s face it… was Kultur betrifft ist Karlsruhe selten international relevant, aber wenn, dann ist es meist eine Ausstellung des ZKM, die die Szene rund um den Globus interessiert. Noch bis 30. April habt Ihr die Chance, im ZKM an solch einem internationalen Großereignis teilzuhaben.

Die Ausstellung heißt “Beat Generation” und schließt im Prinzip thematisch direkt an die Ausstellung von 2012 und 2013 an. (»The Name Is BURROUGHS. Expanded Media«, 2012) und  (»Beat Generation. Allen Ginsberg«, 2013) – In der neuen nun Ausstellung wird ein Überblick über die (komplette) literarische und künstlerische Bewegung geliefert, die Ende 1940er-Jahre entstanden ist. Wurden damals die »Beatniks« als subversive Rebellen betrachtet, so werden sie heute als Akteure einer der wichtigsten kulturellen Richtungen des 20. Jahrhunderts wahrgenommen – und das natürlich völlig zurecht. Das ZKM zeigt in dieser Ausstellung über 400 Werke aus den Bereichen Literatur, Fotografie, Zeichnung, Malerei, Kollagen, Filme und Soundtracks, wobei New York, Paris und Tanger besondere Schwerpunkte gewidmet sind.

Die Ausstellung ist keine leichte Kost und ist ohne (literarische) Vorkenntnisse eigentlich kaum zu empfehlen, aber nichtsdestotrotz liefert sie faszinierende Einblicke in die Welt der Beat Generation. Wer sich noch einlesen muss, kann dies übrigens auch in der “Buchecke” der Ausstellung tun… – damit steht einem genussreichen Besuch dieser Ausstellung eigentlich nichts im Wege.
Allzu offensichtliche Bekenntnisse zu Drogen, Sex und Freizügigkeit lassen das ZKM übrigens eine “Ü18-Warnung” für diese Ausstellung aussprechen, diese halte ich aber ehrlich gesagt für etwas übertrieben – aber das ist vermutlich Ansichtssache. Mit den richtigen Erklärungen und einer “gesunden” (erwachsenen) Begleitung ist diese Ausstellung ganz sicher auch für Teenager machbar – sollten sie denn Interesse an Literatur und Fotografie haben. Vielleicht ist sogar gerade die Außenseiter- und Rebellenrolle der Beat-Künstler eine lockender Einstieg in die Welt der Literatur – denn was ist denn bitte cooler als ein Haufen Anarchos-Schriftsteller, die sich so ziemlich gegen alles auflehnen, was in irgendeiner Form alltäglich oder konventionell ist…??

ein kleiner Bonusgag am Rande: Wer möchte, kann sich in der “Beat-Bäm”-Mitmachecke selbst an einer “echten”, “alten” Schreibmaschine literarisch versuchen. In diesem Sinne: “It is possible that it is possible”…

Dass ich zum Schwarzwald eine ganz besondere Beziehung habe, habt Ihr bestimmt schon mitbekommen. Ich bin dort nicht nur geboren und aufgewachsen, ich habe über die Jahre in der Fremde eine Große Liebe für die Natur, die Geschichte und die Traditionen dort entwickelt.

 

Daher ist es fast ein Muss für mich gewesen, die Ausstellung “Schwarzwald-Bilder” in der Städtischen Galerie Karlsruhe so schnell als möglich anzuschauen. Und ich muss sagen, ich bin nicht enttäuscht worden – als Karlsruher Kunsthistoriker ohnehin ein “Fan” der regionalen Künstler aus dem 19. Jahrhundert, ist diese Gemäldeausstellung eine der besten, die die Fächerstadt in den vergangenen Jahren gesehen hat. Klar, das Genre Landschafsmalerei ist schwierig, und für viele ganz eindeutig mit Kitsch und Langeweile belegt, aber ich empfehle jedem, sich einfach mal auf die Ausstellung einzulassen. 

Das war für mich recht einfach, da es schon am Eingang den Abschnitt Baden-Baden und das Murgtal gibt, und ich mich einfach nur zuhause gefühlt habe. Bekannte Impressionen und Blickwinkel, aus der Sicht der Maler des 19. Jahrhundert – das finde ich spannend. Aber auch die Grundstimmung, das Heimatgefühl, der Bollenhut, die Trachten und der ganz besondere Charakter der Schwarzwälder – diese Kunst und die dazugehörigen Künstler sind inn Deutschland einfach sehr unterrepräsentiert. In Großbritannien besispielsweise sind diese “Volksmaler” des 19. Jahrhundert viel höher angesehen. Wir hier schämen uns immer noch für den Kitsch und die Heimat. Aber das muss wirklich nicht sein.

Die Ausstellung hat ein nettes Angebot für Kinder, aber man muss auch ehrlicherweise sagen, dass bei meinem Besuch der Altersschnitt etwa bei 70 Jahren lag. Dennoch möchte ich Euch die Städtische Galerie Karlsruhe ans Herz legen, auch die Bestandsausstellung ist absolut sehenswert – und die Schwarzwaldbilder allemal. Und damit alle auch endlich wissen, wer Hans Thoma wirklich war, muss diese Kunst und diese Ausstellung in die Schlagzeilen!

Infos findet Ihr hier: Städtische Galerie Karlsruhe – Schwarzwald-Bilder

Patente Helfer mit einem Herz für Kinder

Wenn ein Kind geboren wird, wird das Leben im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf gestellt. Das neue Baby verlangt die gesamte Aufmerksamkeit, sind schon Geschwister da, kommt nicht selten Eifersucht auf – der regelmäßige Einkauf, Arzttermine, der Haushalt und das Spielen sollen natürlich auch nicht zu kurz kommen. Anforderungen, denen nicht jede Mutter immer gewachsen ist.

Die Familienpaten des Caritasverbandes Bruchsal helfen immer dann, wenn „Not am Mann“ ist – sie entlasten, schenken Zeit und nehmen den Druck aus den Familien heraus. Ob Hausaufgabenkontrolle, Vorlesestunde, der gemeinsame Gang zum Spielplatz oder ein Ausflug in den Zoo, die Aufgaben eines Familienpaten sind vielfältig –  ersetzen aber keine Fachdienste und sollen auch keine „Haushaltshilfe“ sein. Familien, die einen Familienpaten als Unterstützung wünschen, melden sich bei der Caritas oder kommen durch die Vermittlung des Jugendamtes im Landratsamt Karlsruhe mit Iris Elste in Kontakt.

Sie ist beim Caritasverband Bruchsal verantwortlich für dieses Angebot und weiß: „Wer eine guten Draht zu Kindern und Jugendlichen hat und pro Woche mindesten drei Stunden seiner Freizeit aufbringen möchte, der ist die Idealbesetzung für die Rolle des Familienpaten.“

„Zurzeit gibt es 15 Paten, aber wir freuen uns immer über Zuwachs. Familienpaten werden im gesamten Verbandsgebiet gebraucht, aber besonders in Oberhausen-Rheinhausen, Waghäusel, Philippsburg und Östringen“, erzählt sie. Wer sich für dieses Ehrenamt interessiert, muss keine besonderen Vorerfahrungen mitbringen, „man sollte aber ein Händchen für Kinder und Jugendliche haben“ sagt sie. Und auch wenn schon Vorkenntnissen da sein sollten, wird beim Caritasverband niemand in seinem Ehrenamt allein gelassen: Die Familienpaten erhalten Schulungen und werden von Iris Elste bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begleitet. Auslagen wie Kilometergeld werden ersetzt und auch wenn der Familienpate einen Ausflug mit den Kindern macht, übernimmt der Caritasverband die Kosten. Die meisten Familienpaten sind übrigens weiblich, aber Iris Elste betont, dass auch Männer herzlich willkommen sind.

Iris Elste

Wer sich für die Tätigkeit als Familienpate interessiert, meldet sich bei Iris Elste unter Telefon 07251 800830 oder per E-Mail an iris.elste@caritas-bruchsal.de – sie lädt dann ein zum Vorstellungsgespräch und findet eine Familie, in der der neue Pate zum Einsatz kommt.

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